Im Rhein-Hunsrück-Kreis unterhält der Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V. Suchtberatungsstellen in Boppard und Simmern. Zwei Fachkräfte beider Standorte präsentierten das Spektrum ihrer Suchthilfe-Angebote an dem von der "Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft" (PSAG) und der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück organisierten "Tag der seelischen Gesundheit". Von der Resonanz während der Veranstaltung zeigen die Caritas-Mitarbeiter sich begeistert!
Die PSAG ist ein Zusammenschluss von Einrichtungen, Diensten, Beratungsstellen und Einzelpersonen, die sich der Versorgung psychisch kranker Personen widmen. Unter anderem dient die Arbeitsgemeinschaft dem fachlichen Austausch und setzt sich für die Interessen Betroffener ein. Aus dem Verständnis heraus, dass Süchte zu den psychischen Erkrankungen zählen, ist auch das Feld der Suchthilfe traditionell Teil der PSAG im Rhein-Hunsrück-Kreis.
Für den örtlichen Caritasverband waren David Malz, Suchtberater in Boppard, und sein Simmerner Kollege Markus J. Müller beim Tag der seelischen Gesundheit präsent. An ihrem Info-Stand gaben sie einen Überblick über die hiesigen Suchthilfe-Angebote des katholischen Sozialverbandes - und verdeutlichten so, wie viele Menschen unterschiedlichster Altersgruppen und Bevölkerungsschichten das Thema "Sucht" betrifft.
Markus J. Müller, Suchtberater in Simmern (links), und sein Bopparder Kollege David Malz an ihrem Info-Stand beim „Tag der seelischen Gesundheit“.Markus J. Müller/Caritasverband
Dass Alkohol am Steuer noch immer viel zu häufig vorkommt, dürfte wohl niemanden überraschen. Die "Rauschbrillen" hingegen, die Malz und Müller am Tag der seelischen Gesundheit dabeihatten, sorgten durchaus bei etlichen Besuchern für einen Aha-Effekt - zumal diese Brillen unterschiedliche Promillewerte simulieren können.
Eindruck hinterließ auch das Anschauungsmaterial zum "Fetalen Alkoholsyndrom" (FAS): Beispielsweise anhand einer lebensecht gestalteten Babypuppe erläuterten die zwei Pädagogen, wie unmittelbar selbst kleinste Alkoholmengen in der Schwangerschaft das ungeborene Kind schädigen und es für sein Leben beeinträchtigen.
Ergänzend zu Sachinformationen gaben die Caritas-Fachkräfte Denk- und Diskussionsanstöße zu aktuellen gesellschaftlichen Aspekten von Suchtmitteln. Etwa rund um die Frage, ob im Straßenverkehr eine Null-Promille-Regelung gelten sollte, entsponnen sich rege Gespräche - für David Malz und Markus J. Müller ein willkommener Anknüpfungspunkt, um auf einen weiteren Bereich der Suchthilfe hinzuweisen: die Prävention, die der Caritasverband neben Beratung für Betroffene und Angehörige, Sucht-Nachsorge oder gezielter MPU-Vorbereitung im Portfolio hat.
Nähere Infos zur Suchthilfe des Caritasverbandes an den Standorten Boppard und Simmern sowie in der Außenstelle Kastellaun gibt`s auf www.caritas-rhn.de/Sucht.