Noch kennt nicht jeder die "SOS-Notfalldose": So groß wie ein Marmeladenglas, enthält sie die wichtigsten Gesundheits- und Kontaktinfos eines Menschen. Aufbewahrt wird das Kunststoffgefäß in der Kühlschranktür. Dazu gibt`s einen Hinweis-Aufkleber für die Haustür und einen für den Kühlschrank - damit sehen Rettungskräfte im Ernstfall sofort, welche Medikamente ein Akut-Patient nimmt, welche Vorerkrankungen oder Allergien bestehen und wen sie informieren sollen.
Ein so einfaches wie durchdachtes Konzept für mehr Sicherheit im Alltag verdient, dass man es möglichst bekanntmacht. Das findet auch die Stadtverwaltung Idar-Oberstein, allen voran Oberbürgermeister Frank Frühauf: Derzeit verteilt die Stadt deshalb 2.000 Notfalldosen.
Bereitgestellt wurden die auffällig rot-grünen Dosen von der Bittmann-Stiftung. Die in Meisenheim ansässige gemeinnützige Organisation hat insgesamt 30.000 Stück für die Landkreise Bad Kreuznach und Birkenfeld sowie die Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein gespendet!
Die Stadt Idar-Oberstein gibt die Dosen nun unter anderem über Beratungsstellen, Pflegedienste oder medizinische Einrichtungen weiter - eben überall dorthin, wo naturgemäß viele ältere, kranke oder hilfsbedürftige Menschen Rat und Unterstützung suchen.
Andreas Esch (Gemeindecaritas), Eva Grosser (Pressestelle der Stadt Idar-Oberstein) und Harald Pillny (Caritas-Dienststellenleitung)Thomas Elsen, Caritasverband
Im Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V. fand Eva Grosser von der Stadtverwaltung einen weiteren "dankbaren Abnehmer": Andreas Esch aus dem Fachdienst "Gemeindecaritas" in der Idar-Obersteiner Geschäftsstelle freut sich, dass die Mitarbeiterin der Pressestelle kurzerhand einen Karton mit 100 Notfalldosen packte und diesen auch gleich selbst bei der Caritas in der Friedrichstraße vorbeibrachte!
Wie es von dort mit den Dosen weitergeht, verriet Harald Pillny: "Viele Kolleginnen und Kollegen hier arbeiten tagtäglich mit besonders vulnerablen Menschen, die ihr Leben nicht eigenständig gestalten können", erläuterte der Caritas-Dienststellenleiter. Beispielhaft nannte er die ambulante Betreuung für Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung in deren eigener Wohnung und den Betreuungsverein.
"Hinzu kommt, dass ein großer Teil der betreffenden Klientinnen und Klienten alleine lebt und sich nicht auf tragfähige familiäre Strukturen stützen kann, so Pillny weiter. Wenn es dann zu einem medizinischen Notfall in den eigenen vier Wänden komme und ohnehin jede Minute zählt, könne ein so kleiner Vorsorge-Baustein tatsächlich entscheidend sein.
"Umso lieber werden wir unseren Betreuten die Notfalldose "ans Herz legen" - und ihnen beim Eintragen der erforderlichen Angaben helfen", betonte Pillny. "Denn klar ist: Je eindeutiger die Daten notiert werden, desto hilfreicher sind sie im Fall der Fälle."
- Näheres zur "SOS-Notfalldose" erfährt man bei Eva Grosser (Stadtverwaltung Idar-Oberstein, Telefon: 06781/64-1242; E-Mail: eva.grosser@idar-oberstein.de)
- Infos zur örtlichen Caritas gibt´s bei Andreas Esch (Caritas Idar-Oberstein, 06781/50990-24; A.Esch@caritas-rhn.de) und auf www.caritas-rhn.de.