Die Bad Kreuznacher Suchtberatung der Caritas hält zwei Gruppen für Heranwachsende aus sucht- oder psychisch belastetem Elternhaus vor: "Quasselsuse" für Sechs- bis Zehnjährige; "Courage" für Jugendliche ab elf Jahren. Da wie dort geht`s alle zwei Wochen um altersgemäße Infos zu den Themen "Sucht" und "Psychische Erkrankung" - und nicht zuletzt um Spaß und unbeschwertes Miteinander.
In den Ferien laufen statt der regulären Gruppenstunden einzelne Tagesausflüge oder Ferien-Aktionen von 10 bis spätestens 18 Uhr. Zur Unterstützung bei diesen Highlights in der schulfreien Zeit sucht der Caritasverband nun Ehrenamtliche.
Gefragt sind Menschen mit Interesse an pädagogischem Tun (und gerne schon etwas Erfahrung) sowie Geschick im Umgang mit Heranwachsenden. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren; das Geschlecht spielt keine Rolle. Nützlich wäre ein Führerschein der Klasse 3 oder B.
Einsteigen kann man schon zu den kommenden Sommerferien: "Dann planen wir wieder kreative Angebote oder Outdoor-Aktivitäten", verrät Caritas-Mitarbeiterin Anna Gilcher. Die Erziehungswissenschaftlerin begleitet Quasselsuse und Courage kontinuierlich. In der 36-Jährigen werden die Freiwilligen eine verbindliche hauptamtliche Ansprechpartnerin haben, mit der sie während der Ferien-Aktionen eng zusammenarbeiten.
Wer sich in der Kinder- oder der Jugendgruppe einbringt, wird gut auf die Arbeit mit den Jungs und Mädchen vorbereitet, wie Gilcher betont. Deshalb sollten künftige Ehrenamtliche schon jeweils in den letzten Wochen vor den Ferien ein klein wenig Zeit erübrigen können - in diesem Sommer also ab Anfang Juni.
Der zeitliche Aufwand für die praktische Mitwirkung am Ferien-Programm einer der Gruppen dürfte bei fünf bis sechs Tagen liegen. Diese verteilen sich auf Einzeltermine in den Sommer-, Herbst- und Osterferien.
"Die Gruppenarbeit macht wirklich Freude", sagt Anna Gilcher. "Aber natürlich kann sie an der einen oder anderen Stelle auch Herausforderungen bringen. Deshalb finde ich - neben hauptamtlicher Begleitung, auf die Freiwillige hier jederzeit zählen können - den Austausch unter den Ehrenamtlichen enorm wichtig."
Übrigens: Wer sich ehrenamtlich für Quasselsuse beziehungsweise Courage engagieren möchte, muss ein aktuelles erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen - so, wie es in der Kinder- und Jugendhilfe längst "gang und gäbe" ist. Die Kosten dafür erstattet der Caritasverband selbstverständlich!
Was der Caritasverband seinen Ehrenamtlichen darüber hinaus anbietet, erfahren Interessierte von Anna Gilcher (Caritas Bad Kreuznach, Telefon: 0671/83 82 80; E-Mail: A.Gilcher@caritas-rhn.de).