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Stand: 06.11.2018

Pressemitteilung

Kreis Bad Kreuznach

Wichtige Verstärkung für die ambulante Hospizarbeit

Der Christlich Ambulante Hospizdienst an der Nahe begleitet Schwerstkranke und Sterbende sowie ihre Angehörigen in deren Zuhause, im vertrauten Lebensumfeld. Getragen wird die Arbeit im Kreis Bad Kreuznach zu weiten Teilen von ehrenamtlichem Engagement.

Die Zahl jener Menschen, die sich Begleitung in schwersten Stunden wünschen, steigt stetig: Im ersten Halbjahr 2018 wurden allein im Bereich Bad Kreuznach bereits 67 Begleitungen abgeschlossen. Im Gebiet um Kirn, Bad Sobernheim und Meisenheim sind es 25.
Umso bedeutsamer ist es, dass kürzlich fünf neue Begleiterinnen und Begleiter ihren ehrenamtlichen Dienst aufnehmen konnten. Insgesamt engagieren sich im Hospizdienst nun 48 Männer und Frauen.

Eingestiegen sind die "Neuen" nach Abschluss des fast halbjährigen Vorbereitungskurses. Dieser ist unverzichtbar  für den Einsatz im Christlich Ambulanten Hospizdienst, der gemeinsam vom örtlichen Caritasverband und der Evangelischen Altenhilfe und Krankenpflege getragen wird.

In der Begleitung nehmen die Ehrenamtler sich Zeit für Gespräche und aufmerksames Zuhören, sie tragen die schwere Situation der Betroffenen mit, sind einfach da und entlasten. Entsprechend lenkte der Kurs, der abermals von Pfarrerin Andrea Moritz geleitet wurde, den Blick der angehenden Begleiterinnen und Begleiter auf die Verletzlichkeit und Schutzbedürftigkeit des Sterbenden.
Zugleich machte die Krankenhaus-Seelsorgerin die Bedeutung von Selbstfürsorge und der Wahrnehmung eigener Wünsche und Ängste erfahrbar - auch dies ist wichtiges Rüstzeug für die bereichernde, aber nicht minder herausfordernde Hospizarbeit.
Caritas-Mitarbeiter Georg Berg ist beeindruckt von Andrea Moritz` empathischer Art, die - wie er findet - das Gefühl berühre. Getrost dürfe man die evangelische Geistliche als "Herzstück der Hospizhelfer-Ausbildung" bezeichnen, so Berg weiter.
Ihm persönlich brachten der Kurs und die damit verbundenen Begegnungen ebenfalls neue Erfahrungen: Erst seit Jahresbeginn verstärkt der 47-Jährige als Koordinator das hauptamtliche Hospiz-Team.
Auch im Namen seiner insgesamt fünf Kolleginnen aus den beiden Hospizbüros in Bad Kreuznach und Kirn betont der Pädagoge den Stellenwert des Ehrenamts: "Es ergänzt und unterstützt auf unersetzliche Weise uns hauptamtliche Fachkräfte im ambulanten Hospizdienst. Erst dieses Zusammenspiel macht die Begleitung zuhause am Ende des Lebens in ihrer besonderen Form möglich!"

Im Übrigen der erste Schritt der Freiwilligen in die Praxis ist nun getan, aber weitere werden folgen: Fortbildungen, Fachvorträge, Supervision und regelmäßiger Erfahrungsaustausch. All das ist verbindlich Teil der freiwilligen Hospizarbeit und bereichert die Lebens- und Berufserfahrung eines jeden dort tätigen Menschen.

Wer mehr über das Tun des Christlich ambulanten Hospizdienstes erfahren möchte oder sich für ein Ehrenamt als Hospizbegleiter interessiert, ist herzlich zum Gespräch eingeladen: Telefonischer Kontakt ist möglich unter 0671/83828-34/-35 (Hospiz-Büro Bad Kreuznach) oder 06752/912074 (Hospiz-Büro Kirn).

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