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Stand: 06.11.2018

Pressemitteilung

Rhein-Hunsrück-Kreis

Interkulturelle Wochen (IKW) ab 22. September: Veranstaltungs-Mix

Am Sonntag, 22. September - genau zum Bundesstart - beginnen im Rhein-Hunsrück-Kreis die "Interkulturellen Wochen" (IKW) mit ihrem Veranstaltungs-Mix, organisiert von den unterschiedlichsten Akteuren. "Zusammen leben, zusammen wachsen" ist diesmal das Motto.

Im Gegensatz zur offiziellen IKW dehnt man den Aktionszeitraum hier vor Ort aus bis Ende November. Für Ilona Besha, Caritas-Dienststellenleiterin in Simmern und Boppard, unterstreicht dies, was im IKW-Slogan mitschwingt: "Integration ist ein länger währender Prozess - sie braucht deshalb Menschen mit  Ausdauer, oft auch mit einem langen Atem." Das gelte für zugereiste Migranten und für die einheimische Bevölkerung gleichermaßen, so die Pädagogin weiter.
Wie groß die Hürden sein können, zeige sich überdeutlich an einem Thema, das dieser Tage aktueller denn je scheint: Familiennachzug. Drei Wochen vor dem IKW-Auftakt jährte sich das Inkrafttreten der nun geltenden, strengen Gesetze zum ersten Mal, weiß Ilona Besha.
"Deutschlandweit will die Interkulturelle Woche auch eine Lanze brechen für zahllose auseinandergerissene Flüchtlingsfamilien", ist Besha überzeugt. Deren Schutz sei nicht nur im Grundgesetz und in der Europäischen Menschenrechtskonvention verbrieft, so die Caritas-Mitarbeiterin: "Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, dass hier wieder zusammenwachsen darf, was ursächlich zusammengehört."
Den Nachzug von Angehörigen in die Wege zu leiten und abzuschließen, sei indes eine Herausforderung für alle Beteiligten, wie Besha betont: "Für die geflohenen Menschen, die dafür manche bürokratische Anforderung erfüllen müssen, aber auch für die Mitarbeiter in den prüfenden Behörden, die dieses Vorhaben begleiten."
Wenn es denn geglückt ist, Ehepartner, Eltern, Kinder wieder zusammenzubringen, beginne der Integrationsprozess oftmals von neuem: "Nach der Ankunft geht es für die nachgereisten Familienmitglieder darum, sich im neuen Umfeld zurechtzufinden."
Auch dieser zweite Anlauf zur Integration gelingt nicht zuletzt, weil es in unserer Gesellschaft von vielen Seiten Verständnis und starken Rückhalt gibt, ist Ilona Besha überzeugt: "Dank gebührt beispielsweise KiTas und Schulen, aber auch den Nachbarschaften und Gemeinden, die wichtige Bezugspunkte bilden."

Umso lieber wirbt Ilona Besha deshalb nochmals um rege Beteiligung an den hiesigen Interkulturellen Wochen. Jeder weltoffene Mitbürger ist herzlich willkommen - ob in diesem Jahr als Teilnehmer bei IKW-Veranstaltungen oder auch mit eigenen Beiträgen zum Programm in den kommenden Jahren.

Ab 16. September liegt das Programmheft der Interkulturellen Wochen an vielen Stellen im Kreisgebiet aus - Infos gibt’s außerdem bei Ilona Besha, Telefon 06761/9196-90 (Caritas Simmern) oder per E-Mail an I.Besha@caritas-rhn.de.
Alles zur bundesweiten IKW findet man unter www.interkulturellewoche.de.

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